Welches Öl, für welchen Motor/Getriebe?

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    • Gizzi001 schrieb:

      wie erkenne ich die Fälschung und Original auf dem Kanister?
      Im besten Fall gibt es einige Kriterien, an denen man das erkennen kann. Dazu gibt es auf YouTube einige gute Videos von den Russen, die da Aufklärungsarbeit leisten. Verallgemeinern kann man die Kriterien nicht, denn das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Fängt an bei der Versiegelung des Deckels über die Naht an der Unterseite bis hin zu Abmessungen am Deckel und Farbgebung des Kanisters (zB Anteil glänzender Partikel), usw., um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das ist ein Endlosthema und immer unterschiedlich.

      Im schlimmsten Fall, und dann kannst du auch 100 Kriterien positiv getestet haben, hat der Fälscher Originalgebinde direkt vom Abspritzer geklaut. Kommt leider auch immer häufiger vor. Dann kannst du das von außen gar nicht erkennen, sondern nur durch eine Ölanalyse. Da nützt dir das Untersuchen des Gebindes gar nichts.

      Gizzi001 schrieb:

      Ist die Gefahr hoch eine Fälschung auch von einem bekannten Onlinehändler wie zb. Öldepot zu bekommen?
      Ich kenne Öldepot nicht und möchte diesen Händler hier nicht negativ bewerten.

      Die wichtigste Frage ist einfach: woher bezieht der Händler die Produkte? Kommen sie direkt aus dem Werk des Ölherstellers? Kommen sie aus dem Großhandel, wie es nunmal oft der Fall ist, ist die Händlerkette für den Endkunden meist undurchsichtig und natürlich können sich dann von allen Seiten Fälschungen eingeschlichen haben. Der Großhändler kauft ja auch wieder nur beim nächsten Großhändler oder auch verschiedenen anderen Großhändlern, usw. So entsteht ein riesen Baum mit Verzweigungen und am Schluss bekommt der Endkunde einfach irgendwas von irgendwoher geliefert und kann hoffen, dass es ein Originalprodukt ist.

      Alles in allem hab ich 2 Fragen an dich @Gizzi001:
      1. Wieso muss es denn unbedingt Mobil 1 oder Total sein, wenn es bessere Öle zum besseren Preis aus fälschungssicherer Quelle gibt?
      2. Wieso muss es unbedingt Öldepot sein und du suchst dir nicht einfach einen von den von mir auf Seite 4 gelisteten Händlern heraus, wo du garantiert Originalware bekommst?


      Schöne Grüße
      Casey
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von casey1234 ()

    • Zunächst einmal ein Danke an Casey für die doch sehr ausführlichen und auch ehrlichen Darlegungen.
      Trotz deiner objektiv nicht vorhandenen Kompetenz (wie du ja selber zugibst) möchte ich dir diese auch nicht absprechen. Nichtzuletzt ist es auch so, dass eine vermeintlich objektiv vorhandene Kompetenz diese in der Praxis nicht zwingend bedingt. Wer meint, ein Mitarbeiter in einem Autohaus hätte Ahnung von Motoröl, täuscht sich extrem. Zu keinem Zeitpunkt und er Ausbildung ist das ein Teil, die Schulungsunterlagen der Hersteller, wenn es sie denn dazu überhaupt gibt und sie dann auch gelesen und nicht nur ausgedruckt werden, sind dafür gedacht, die Leute zu ihrer Arbeit zu befähigen, nicht fachlich weiterzubilden. Die Arbeit ist dann, die Wartung an den Motoren durchzuführen und dem Kunden zu erzählen, warum etwas gemacht wurde. Dafür ist es sehr häufig nicht erforderlich, etwas vollständig verstanden zu haben.
      Ich selber komme aus der Motorenentwicklung und würde es nicht wagen, zu behaupten, dass ich weiß, was ein gutes oder schlechtes Öl ist. Und ich habe jetzt schon echt auch noch ein paar mehr Informationsquellen als die öffentlich zugängigen.
      Was mich wundert, und ehrlicherweise auch ärgert, ist, dass immer wieder geschrieben/behauptet wird, dass ein Hersteller am Kunden testet. Ja, es gibt die komischen Fehlerbilder die erst im Feld auftauchen. Die betreffen aber wenige Einzelfälle. Die großen Probleme (z.B. Steuerketten bei VW) sind entweder bekannt und wurden von einem Mangel "akzeptiert" (sehr selten) oder sind auf Zuliefererproblem zurückzuführen. Da werden dann Teile nicht nach Spezifikation gefertigt und/oder die QS versagt. Ultimativ die Schuld vom Hersteller, aber eben nicht unbedingt ein Problem in der ursprünglichen Konstruktion oder im Konzept. Das bekommt man nur als Endkunde eben nie raus. Ändert ja auch nichts für den Endkunden, wer dann "Schuld" hat.
      Albern finde ich aber die Unterstellung, dass der Hersteller nicht weiß, welchen Einfluss ein Motoröl auf den Motor hat. Ihr habt, offensichtlich, nicht auch nur den Funken einer Vorstellung davon, wie viele Motoren und wie lange diese in der Erprobung getestet werden. Und da schont keiner irgendwas. Die werden ehrlicherweise einfach nur komplett vergewaltigt. Nicht alle und auch nicht, weil die Leute nachlässig sind, sondern sehr bewusst in bestimmten Situationen. Es wird aber z.B. bei der Kalibrierung auf dem Motorprüfstand kein sonderlich häufiger Ölwechsel vorgesehen. Da sieht so ein Motor schon mal 5000 Stunden ohne Ölwechsel. Und dabei dann auch hunderte Stunden Volllast. Andere Motoren bekommen alle paar hundert Stunden neues Öl. Bei mehreren tausend Euro Prüfstandkosten pro Tag, spart keiner an Öl. Das ist effektiv kostenlos. Ein defekter Motor durch schlampige Wartung kostet minimum 10kEuro für den Stillstand - ohne Motor.
      Motoren, die mit 0W20 ausgeliefert werden, sind dafür konstruiert - Fakt. Sie haben kein Problem mit nem 5W/10W30/40/50/60 - auch das ist Fakt. Aber, niedrigviskosere Öle müssen konstruktiv abgesichert werden. Dabei geht es dann unter anderem und die dynamische Simulation des Schmierfilms in den Pleullagerstellen. Prinzipiell ist da die Kombination aus Öldurchfluss, Öldruck und Ölviskosität interessant. Alle 3 sind wichtig. Blind ein "dickeres" Öl zu verwenden, damit der Öldruck immer hoch ist, ist z.B. auch nicht zielführend. Die Wärme wird nämlich über Durchfluss abgeführt, die Wärmeaufnahme der Öle unterscheidet sich nicht relevant zwischen anderen Viskositäten. Wenn aber weniger vorbei kommt, ist das ein Unterschied.
      Kurz gesagt ärgert es mich, dass postuliert wird, dass man sich nur mal ein paar Wochen mit der Materie beschäftigen muss um zu besseren Erkenntnissen zu kommen, als die Entwicklungsabteilungen der Hersteller. Das ist schon sehr anmaßend. Man kann aber sicherlich sagen, dass die Hersteller gelegentlich eine ander Intention haben. Der Motor muss 200tkm sehr gut und mit hoher Sicherheit funktionieren, danach ist es relativ egal. Insbesondere ist aber die Annahme, dass Erfahrung mit anderen Motoren relevant für aktuelle Motoren ist, ganz gefährlich. Es gibt sehr sehr viele "Weisheiten", die lange Jahre vollkommen richtig waren, mittlerweile aber nicht mehr zutreffen oder wo sogar die Geschichte ins Gegenteil umgeschlagen hat. Das ist für mich zum Beispiel ein Grund, einen ganz großen Bogen um Werkstätten zu machen, die etwas machen, weil das seit Jahren gut funktioniert, ohne es mal zu hinterfragen.
      Das sind dann die, die sagen, dass ein Gewinde falsch konstruiert wurde, weil denen immer die Schraube abreißt. Hätten Sie mal in das neue Handbuch geschaut und die Vorgabe befolgt...

    • casey1234 schrieb:

      Gizzi001 schrieb:

      wie erkenne ich die Fälschung und Original auf dem Kanister?
      Im besten Fall gibt es einige Kriterien, an denen man das erkennen kann. Dazu gibt es auf YouTube einige gute Videos von den Russen, die da Aufklärungsarbeit leisten...
      Danke das du nochmal drauf eingegangen bist. Bis dato wusste ich nicht mal das selbst die Fälscher vor „Motoröl“ halt machen. Verrückte Welt.

      Die Fragen kann ich dir sogar beantworten.

      1. Weil ich es vor ca. 500km bei einem Ölwechsel eingefüllt hatte.

      2. Weil ich es von da bezogen hatte.

      Wie gesagt war mir bis dato die Problematik der Fälschungen gar nicht bewusst. Zudem hatte mein Schwiegervater mit dem Öl und der bezogenen Quelle keine negativen Erlebnisse.

      Bin auch jemand der sein Öl alle 8000km selber wechselt.
    • koenigdom schrieb:

      Castrol bildet sehr viel Ölschlamm und rotzt dir den Motor voll

      koenigdom schrieb:

      Max. ca. 12.000 km dann ist das Öl am Ende

      rup schrieb:

      Es gibt Gebrauchtölanalysen (GÖA) vom Castrol-Öl bei denen man sieht wie schlecht es mit zunehmender Laufleistung wird.
      Um welches Öl geht es? Wo gibt es diese Analysen? Wie sah das Fahrprofil aus?

      Bei meinem steht bald der Ölwechsel bevor und ich würde gerne wissen, ob ich das Castrol LL Öl bedenkenlos kaufen kann. Das ist zusammen mit VW entwickelt worden und wird als Erstauffüllung genutzt. Da ich selbst beim Zulieferer arbeite und weiss wie fordernd VW ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass das Öl schlecht ist.

      Oder kann jemand Fakten vorweisen?

      Die Ölanalyse auf ato24.de bestätigt eigentlich, dass das Castrol das gleiche Öl ist, dass VW vertreibt. Und auf mich macht es einen guten Eindruck. Langzeiterfahrungen habe ich nur leider noch keine gefunden.

      Kann da jemand aushelfen?

      P.S.: Ich bin von den 0W Ölen überzeugt. In meinem damaligen Golf 3 (er Ruhe in Frieden) bin ich auf 0W40 umgestiegen. Die ganzen Behauptungen die man im Forum lesen konnte, es sein zu dünn, konnte ich nie nachvollziehen. Nach 280tkm hatte ich immer noch einen super Lauf, sehr gutes Kaltstartverhalten (viel besser ggü. dem vorgeschriebenen 15W40) und der Ölverbrauch lag mit 0,15L/1000km erfreulich gering. Das heisst, die Kolbenringe blieben mir auch lange erhalten. Der Spritverbrauch blieb langfristig gering (6,28L/100km bei 150.000km tracking). Den Ölwechsel habe ich 15 Jahre lang immer selbst vorgenommen. Und ich habe das Wechsel-Intervall auf 20.000km statt 15.000km angehoben, weil ich viel Langstrecke gefahren bin. War kein Problem.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von raven761 ()

    • raven761 schrieb:

      P.S.: Ich bin von den 0W Ölen überzeugt. In meinem damaligen Golf 3 (er Ruhe in Frieden) bin ich auf 0W40 umgestiegen. Die ganzen Behauptungen die man im Forum lesen konnte, es sein zu dünn, konnte ich nie nachvollziehen. Nach 280tkm hatte ich immer noch einen super Lauf, sehr gutes Kaltstartverhalten (viel besser ggü. dem vorgeschriebenen 15W40) und der Ölverbrauch lag mit 0,15L/1000km erfreulich gering. Das heisst, die Kolbenringe blieben mir auch lange erhalten. Der Spritverbrauch blieb langfristig gering (6,28L/100km bei 150.000km tracking). Den Ölwechsel habe ich 15 Jahre lang immer selbst vorgenommen. Und ich habe das Wechsel-Intervall auf 20.000km statt 15.000km angehoben, weil ich viel Langstrecke gefahren bin. War kein Problem.

      Es wird immer wieder gern behauptet, aber physikalisch sehe ich da keinen Zusammenhang zwischen der Viskositiät und der Verdünnung des Öles durch Eintrag. Passiert bei allen Ölen und bei allen Ölen beeinträchtigt der Eintrag die Schmierfähigkeit, ob das nun dick wie Sirup oder eher wie heißes Nutella ist. (ja, ich hab grad Hunger :) ) . Es klingt aber so schön plausibel, daher hält sich diese Ansicht aufrecht. Wie gesagt, das war vor Jahren zwischen 10w und 5w nicht anders.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HerrVoennchen ()

    • Weiter oben wird geschrieben das die Motoren mit bestimmten Ölen sauberer werden. Sind da immer wieder die Ölwannen demontiert worden? Oder war der Öleinfülldeckel sauberer?
      Mit einem nachgeplapper aus anderen Foren kann ich nichts anfangen. Das sich niemand aus der Entwicklung von Motorenöl in dem ölforum meldet wundert mich nicht.

      Golf VII 2,0 Diesel 150 ps. MT 6 Gang
      (Bin Dann weg) wird Blockiert.
      (KITER )Blokiert wegen radikalität.

    • Einen tatsächlichen Vergleich der Öl habe ich in den Foren noch nie gesehen.
      Dazu müsste man auf einem Prüfstand 3-4 Motoren und gleichen Bedingungen mit verschiedenen Ölen laufen lassen.
      Soetwas kann natürlich nur ein Ölhersteller / Fahrzeughersteller und niemand aus einem Forum.

      Optimal finde ich ein Öl eines Markenherstellers das ZUGELASSEN ist und somit bei der Motorenentwicklung genutzt wurde und die aufwändigen Test bestanden hat.
      Preislich bevorzuge ich das Mittelfeld mit aktuell 40€ für 5L. Farbe, Optik der Verpackung der Ölflasche und der Geschmack interessieren mich weniger :).

      Genutzt habe ich über die letzten 20 Jahre die Öle von Castrol, Shell und Valvoline bisher ohne Motorschaden dafür mit 15000km Wechselintervall.
      Das 5w30 fahren aktuell im Bestand die über große Mehrheit der Fahrzeuge also einige Millionen :)
      Die neuen Motoren sind an einigen Stellen HARDWAREMÄßIG auf die 0W Öl angepasst.
      Bis jetzt gibt es für mich keinen Grund vom Werksöl /dem Öl bei der Motorenentwicklung abzuweichen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kiter ()

    • Ach Kiter, bitte geh doch wieder in den anderen Thread :) Deine Aussage hat leider keinen Mehrwert und hilft nicht weiter.

      Ich habe wirklich Interesse an diesem Thema, aber bisher überwiegen die subjektiven Empfindungen. Ich will endlich Fakten sehen :)

      P.S.: Im Oil-club ist das bisher der beste Beitrag. Da hat sich jemand die Mühe gemacht, 3 Analysen mit dem gleichen Öl bei unterschiedlicher Fahrleistung vorzunehmen: 4463-erstbefüllung-0w20-golf7-1-4tsi-125-ps-czca-3-2017-3-analyse-28-681-km

    • @raven761 das ist ein erster kleiner Schritt. Wobei in dem Forum dann jeder von seinem Fahrzeug mit komplett anderem Fahrprofil auf andere Fahrzeuge schließt :)
      Mich Interessiert aber viel mehr wie sehen die Zylinderwände, Ventile und Nockenwelle aus und gibt es erste Einlaufspuren ?
      Letztendlich geht es beim Motor um den Zustand von Zylinder usw.
      Dazu wird im Forum wahrscheinlich keiner etwas Beitragen können (Fehlende Motorenprüfstände sowie Zerlegung der Motoren).
      Ich habe wie du auch Interesse an Fakten (Zylinderzustand) und weniger bis garnicht an subjektiven Empfindungen (Öl Hersteller).

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    • kiter schrieb:

      @raven761 das ist ein erster kleiner Schritt. Wobei in dem Forum dann jeder von seinem Fahrzeug mit komplett anderem Fahrprofil auf andere Fahrzeuge schließt :)
      Mich Interessiert aber viel mehr wie sehen die Zylinderwände, Ventile und Nockenwelle aus und gibt es erste Einlaufspuren ?
      Letztendlich geht es beim Motor um den Zustand von Zylinder usw.
      Dazu wird im Forum wahrscheinlich keiner etwas Beitragen können (Fehlende Motorenprüfstände sowie Zerlegung der Motoren).
      Ich habe wie du auch Interesse an Fakten (Zylinderzustand) und weniger bis garnicht an subjektiven Empfindungen (Öl Hersteller).
      Man schaut sich auch bei Dauerläufen auf dem Motorprüfstand immer zunächst das Öl an. Da werden regelmäßig Proben gezogen und analysiert. Wenn dort Auffälligkeiten auftreten, kann man einen Motor rausziehen und eine Mechanikanalyse starten - gesetzt, dass das der Fokus dieser Untersuchung ist. Bei einem großen Teil vom Testprogramm geht es witzigerweise überhaupt nicht um die Mechanik. Teilweise wird um einen Einfluss auszuschließen das Öl besonders oft oder auch nahezu nie gewechselt - aber im Benzinbereich eher aufgrund von Schmierölverdünnung als Sorge vor Verschleiß. Bei den one off Prototypen wo auch der Kurbeltrieb abgeändert wurde, wird gerne mal sehr häufig gewechselt um einen xxx kEuro Schaden noch unwahrscheinlicher zu machen.
      Bei Motorprüfständen wären aus meiner Sicht wirklich nur die von expliziten Dauerlaufprüfständen relevant für das, was uns hier interessieren würde. Je nachdem wie der Motor betrieben wird, sieht er in einem normalen Motorprüfstand nie einen wirklichen Kaltstart. Oder 10.000 am Stück ohne eine Stunde bei mehr als 2000 Umdrehungen. Das bringt alles nix für Beurteilung von Motorölen oder deren Haltbarkeit. Ansonsten sind wirklich gefahrene Autos echt interessanter. Oder Autos von Dauerlaufrollenprüfständen.

      Persönlich finde ich es immer wieder interessant, wie wenig ich selbst bisher davon weiß, obwohl ich als Ingenieur in der Motorenentwicklung sicher näher dran bin an den Themen als der durchschnittliche Autofahrer. Ich kenne eine Reihe an Untersuchungen zu unterschiedlichen Additiven und Motorölbestandteilen. Da wird auf jeden Fall sehr viel investiert und entwickelt. Und es ist auch definitiv so, dass diese Additive einen Einfluss haben. Manche mehr, manche weniger. Manche dauerhaft, manche nur kurz. Und witzigerweise auch manche in bestimmten Motoren sehr stark oder überhaupt nicht. Habe da nur mal am Rande was mit zu tun gehabt und kenne die Ergebnisse nicht mehr genau. Mein persönliches Fazit war da aber, dass es ohne relativ detaillierte Untersuchungen über einen größeren Zeitraum relativ schwierig sein wird, sich ein belastbares Bild zu machen.

      Ich kann jetzt hier an den meisten Aussagen aber aus meiner Sicht keine offensichtlichen Fehler erkennen. Ich kann weder sagen, dass es richtig ist, noch dass es falsch ist. Häufiger das Öl zu wechseln hat aber noch nie einem Motor geschadet. Zu lange das Öl nicht zu wechseln, definitiv bei bestimmten Fahrprofilen, hingegen schon.
    • Mein Laienhafter erster Blick beim 12.500km Ölwechsel war eigentlich, daß Öl sieht aus wie neu.

      Sicherlich kann ich nun nichts über die Schmiereigenschaften oder verbrauchte Additive sagen. Grundsätzlich sah es fast aus wie frisch aus dem Behälter.

      Schaden tut regelmäßiger Ölwechsel mit Sicherheit nicht. Bei 25.000 kommt jetzt der 2. Wechsel, dieses mal aber bei VW, trotzdem wieder Addinol GigaLight.

      Bisher kein Ölverbrauch, bei Auslieferung war mein Motor exakt auf der MIN Markierung.

      _____________
      Grüße,
      Marco
    • raven761 schrieb:

      @n4rf Vielen Dank für den Einblick. Hast du irgendwelche Erfahrung hinsichtlich der LL Füllung machen können? Oder etwas gehört? Ich frage mich, ob die Erstfüllung nicht schon vor dem ersten Wechselintervall raus sollte, da diese durch den Einlaufvorgang des Motors stärker belastet sein kann.
      Habe Motoren/Fahrzeuge mit LL 3 und 4 Ölen betrieben, privat und beruflich. Privat nur nach VW LL Intervallen oder bei meinem älteren Polo mit 50200 Öl von Mannol (günstig war ehrlicherweise ein wesentliches Kriterium, Quali dürfte im Bereich hinnehmbar sein) und 10-15tkm Wechselintervall, je nachdem wie es in den Terminplan passte. Beruflich war Verschleiß oder Langlebigkeit kein erklärtes Ziel, wir haben noch nichtmal Ölanalysen gemacht. Es ist wiederum Standard, dass ein Motor nach dem Einfahrprogramm auf dem Prüfstand einen Ölwechsel bekommt.
      Natürlich sind die Motoren wesentlich besser gebaut als früher und es muss sich nichts mehr so richtig "einlaufen" oder "aufeinander anpassen". Insbesondere z.B. findet keine wirkliche "Anpassung" der Kolbenringe auf die Laufbahn statt. Aber initial ist der Verschleiß etwas höher und es findet ein Einlaufen an manchen Stellen statt. Deswegen wundert es mich etwas, dass der erste Ölwechsel echt erst nach 30tkm erfolgen soll bei entsprechendem Fahrprofil. Andererseits sind Metallpartikel im Öl auch nicht zwingend ein Problem für den Motor. Alles was groß genug ist um ein wirkliches Problem darzustellen, landet eh im Filter. So wirklich wird ein Öl durch Eintrag von Verbrennungsprodukten, Kraftstoff und Wasser belastet (+ stinknormalen Verschleiß durch mechanische Belastung natürlich). Nur interessant, dass es genau anders gemacht wird, als am Motorprüfstand üblich.

      Mein Bauchgefühl wäre etwas besser bei nem vorgezogenen ersten Ölwechsel. Prinzipiell habe ich kein Problem mit dem 30tkm Intervall. Ich bin aber schon eine Weile nicht mehr selbst auf LL Intervall gefahren, der Golf ist noch recht neu in meinem Besitz. Ich würde als pragmatische Variante vorschlagen, vor und nach dem Ölwechsel mal ganz genau aufzupassen, ob man einen Unterschied im Laufverhalten bemerkt. Wenn der Motor plötzlich nach dem Start besser läuft oder weniger Geräusche macht, dann würde ich beim nächsten Mal 5tkm früher wechseln. Oder, etwas mehr auf der sicheren Seite, wenn das bei 30tkm der Fall ist, beim nächsten Mal 15tkm probieren, dann vll. 20tkm.
      Muss aber auch dazu sagen, dass ich nicht vor habe mein Auto bis mehr als 120tkm, evtl. 150tkm zu fahren. Wesentlich wahrscheinlicher ist 80tkm. Für mich ist es also ziemlich irrelevant, ob der Motor 300tkm oder 250tkm schafft oder noch viel mehr. Mit dem LL Intervall ist es aber schon ziemlich echt unwahrscheinlich, dass der Motor vor 200tkm drauf geht. Das ist die Laufleistung, die der Motor eigentlich auch unter wirklich schlechten Randbedingungen durchhalten sollte. Mit vorsichtigem/bewussten Fahren allein sollte man schon deutlich mehr schaffen.
    • kiter schrieb:

      Ja für mich ist es absolut wesentlich ob der Motor 250000km oder 350000km läuft.
      Bis 80000km ist es absolut egal welches Öl gefahren wurde.
      Wie gesagt, das ist für jeden etwas anders und führt bei mir dazu, dass ich mir meist keinen großen Kopf drum mache.
      Woher nimmst du die Aussage, dass es bis 80tkm egal ist? Ist es dann bei 100tkm plötzlich super wichtig?

      (Ich finde es immer blöd, nicht fundierte Meinungen als Fakten rauszuhauen. Meinungen sind ja nicht irrelevant, aber eben nur Meinungen. Aus dem Grund gebe ich bei meinen Aussagen das ganze sehr deutlich an inkl. Hintergrund/Randbedingungen/Erfahrung. Gerade bei dem oft so heiß diskutierten Thema Motoröl ist man ansonsten einfach nur 20 Seiten weiter, ohne dass nutzbare Informationen geschrieben wurden.)
    • Also ich habe es bis jetzt beim Golf immer so gehandhabt immer im Februar zum Ölwechsel meist dann so 20.000-22.000km drauf und bis jetzt kam entweder das von VW rein ( ist ja Castrol ) wenn ich hier richtig gelesen habe oder einmal in der freien das Castrol 5W30
      Aber jetzt wo ich hier das alles lese das Castrol nicht soo toll ist wie manche andere bin ich am überlegen ob ich etwas anderes hole für Februar 8|